Eine lebendige und bunte Stunde -
Familiengottesdienst in Merseburg

Zum zweiten Mal feierte die Merseburger Gemeinde einen besonderen Familiengottesdienst, der sich in Form und Inhalt auf alle Altersgruppen, von Jung bis Alt, ausrichtete und mit in die Gestaltung einbezog.

Bibelwort aus Hebräer 10,35:

"Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat."

Eingeleitet wurde das Zusammensein mit dem Gedicht von M.F. Powers "Spuren im Sand". Aus Kindermund wurde das zu Herzen gehende Erlebnis, wie ein von Gott gegebenes Versprechen gehalten wurde, auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, vorgetragen. Der Gemeindeleiter Frank Ullmann erklärte: "Vertrauen ist eine Grundhaltung, die aus Glauben und Erfahrung entsteht. Kinder lernen es von ihren Eltern. Enttäuschtes Vertrauen, Schmerz oder Missbrauch hinterlässt immer tiefe Spuren." Er fasste zusammen: Je tiefer der Glaube, desto größer das Vertrauen.

Ein selbstkomponiertes Gitarrenstück, schöne Lieder der Gemeinde und ein wunderbares Klaviersolo umrahmten die Predigten von Priester Michael Pahl, Priester Sebastian Müller-Bahr und den Wortbeitrag von Diakon Gabriel Quirin.  Heiterkeit löste die Geschichte vom Einbrecher der durch "fehlendes Vertrauen" geschnappt wurde, aus. In den Wortbeiträgen wurde verdeutlicht, wie missbrauchtes Vertrauen zustande kommt. Auf dem Weg zum Höhepunkt, das Heilige Abendmahl, hörten die Besucher, dass Gottes Wege für die Menschen nicht immer eindeutig erkennbar sind aber wir, wie in dem Gedicht erlebt, vertrauen können und Jesus in Treue sein Versprechen hält.

Es war ein Gottesdienst der alle einbezog, egal ob Single oder Zusammenlebende, ob Kinder oder erwachsen Gewordene. Eine Stunde, in der jeder eine Familie hatte, auch wenn er zu Hause allein lebt. Sie hat uns einmal mehr gezeigt: "Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."

Gottesdienstvorbereitung

Während die Kinder an diesem Sonntagmorgen alle Vorbereitungen für den Gottesdienst übernahmen, wurde der Blumenschmuck am Altar bereits am Samstagnachmittag hergerichtet. Dazu konnten alle Besucher des Gemeindefestes Blumen mitbringen, die zu dem Schmuck zusammengesteckt wurden. An der inhaltlichen Ausarbeitung des Gottesdienstes am Freitag zuvor konnten ebenso alle Interessierten teilnehmen und mitwirken.