Die zentrale Aussage unseres Glaubens, so Apostel Jens Korbien, bezieht sich auf die Textstelle:
Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin. (Joh. 14, 3).
Die ersten Christen haben diese Aussage Jesu persönlich genommen. Das Wiederkommen Jesu erwarteten sie zu ihren Lebzeiten. Die Menge der damaligen Gläubigen war aber auch ein Herz und eine Seele - Nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Wer von ihnen Land oder Häuser hatte, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte. (Siehe Apostelgeschichte 4, 32 ff)
Wer Häuser und Äcker verkauft, verkauft damit seine Lebensgrundlage. Mit der Zeit verarmte die Jerusalemer Gemeinde. Deshalb hatte Apostel Paulus in den Gemeinden Korinth u.a. eine Geldsammlung für die Geschwister in Jerusalem veranlasst, um deren Not zu lindern.
Die Antwort der Gemeinde damals: „Amen, komm Herr Jesu!“ Heute stellen wir diesbezüglich eine Verflachung fest. Der Ruf klingt eher: „Amen, kommt Herr Jesu?“ Die Begeisterung lässt nach, Fragen werden gestellt.
Warten wir aber beständig auf die Wiederkunft des Herrn und rufen "Herr komme bald!“.
Neuapostolische Kirche