Er verwendete als Bibelwort 1. Mose 50, Vers 20:
„Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen,
um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk.“,
welches der Stammapostel dem Apostel für diesen besonderen Sonntag zur Verfügung gestellt hatte.
Bezugnehmend auf die Aussage des Liedes, gesungen vom großen, heute aus zwei Gemeinden bestehenden Chor: „Ich hab‘ dich je und je geliebt…“ bestätigte der Dienstleiter, dass es durchaus Situationen geben kann, wo Mancher an Gottes Liebe zweifelt. Aber die Aussage Gottes gilt immer, damals bei Josef in seinen Erlebnissen und heute in den unsrigen. Gott führt seinen Erlösungsplan durch, unter uns und auch unter den entschlafenen Seelen.
Auf den Hintergrund des Bibelwortes eingehend, dessen genauere Auslegung auf Grund der umfangreichen Darstellung der Geschichte Josefs zu weit geführt hätte, zeigte der Apostel die immer wieder helfende, segnende Liebe Gottes, auch in Lebenssituationen, wo wir nicht weiterwissen und, wie eingangs erwähnt, Zweifel aufkommen lassen.
Wie aus der Sippe des Jakob schließlich Hilfe für ein großes Volk geworden ist, so ist auch heute Erlösung für Viele möglich.
Aber der Böse ist noch da und hat Einfluss. Er will Leid schaffen, damit die Menschen daran zerbrechen und sich von Gott abwenden („…wenn es einen Gott gäbe…“). Doch die Liebe Gottes steht dagegen.
In seinem Mitdienen ging Bezirksältester Thomas Cramer, bezugnehmend auf den Lebensweg des Josef, auf das alte Chorlied „Und fragst du die Wolken…“ ein, wo es im Refrain heißt „…es muss ja so sein…“.
Zur Vorbereitung auf die Freisprache und die Sündenvergebung bewegte der Apostel Gedanken zum Gebet „Unser Vater“.
Nach der Freisprache empfing ein Kleinkind aus der Gemeinde Merseburg das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Dazu wurde den Eltern und ihrem Liebling mit auf den Weg gegeben: „Es wird in der Zukunft gute und schlechte Zeiten geben, aber es gilt: Gott gedenkt es gut zu machen!“
Im besonderen Gedenken für die Entschlafenen und dem Fürbittgebet wurden Worte aus dem „Hohelied der Liebe“ (2.Kor. 13) hervorgehoben.
Anschließend führte Apostel Korbien noch folgende Handlungen durch und segnete die Betroffenen:
Für die Gemeinde Merseburg wurden ein Priester und ein Diakon ordiniert.
Für die Gemeinde Halle (Saale) wurden eine Diakonin und ein Diakon ordiniert.
Zum Schluss wurde ein Diakon aus der Gemeinde Halle (Saale) mit herzlichen Dankesworten in den wohlverdienten Ruhestand versetzt.
Die jeweiligen Gemeindeleiter aus Merseburg und Halle (Saale) gratulierten und dankten mit Blumensträußen.
Neuapostolische Kirche